Da schau mal einer an, über 1000 Views!
Da sollte ich dann wohl mal besser aufholen und schnell Von der vergangenen Woche berichten um euch nicht zu enttäuschen
Auf Arbeit war’s ziemlich ruhig, konnte fast jeden Tag früher Schluss machen. Diese Woche wird es wohl ähnlich aussehen, weil Ruby nicht da ist. Hab sie übrigens nochmal nach dem Behaviour Management Kurs gefragt und das Meeting, was ja eigentlich schon vor zwei Wochen stattfinden sollte ist noch nicht wieder angesetzt worden, aber sollten die sich diese Woche nicht melden, dann fragt sie mal nach, weil das Programm ja auch schon bald anfangen soll. Dann hat Ruby mir noch von einem Workshop erzählt, der DIR – Floortime heißt und Methoden vermittelt, mit denen man mit Kindern in Kontakt treten kann, die eben damit Probleme haben, also z.B. wie man die Aufmerksamkeit von autistischen Kindern bekommt und sie dazu bringt, mit einem zu interagieren. Sie wollte auch mal Dianne fragen, ob Connect die Kosten für mich übernimmt, aber selbst wenn nicht, werde ich hingehen und das selber bezahlen, denn ich denke, das bringt was. Ist auch nich so teuer (wenn man bedenkt, dass das ein ganzer Tag ist und Morning Tea und Lunch mit im Preis ist) und findet in Penrith statt, also statt 70 Minuten zur Arbeit muss ich dahin nur 10 Minuten mit dem Zug fahren
Am Freitag abend haben wir (Sharon, meine Gastmutter, Emma und Matthew, zwei der vier Kinder) dann das Auto gepackt und sind runter an die South Coast gefahren. Meine Gastfamilie hat dort nämlich ein Haus mit allem drum und dran, nur drei Minuten zu Fuß vom Strand entfernt. Die Fahrt dorthin hat etwa drei Stunden gedauert. Es ging über ziemlich vernebelte Berge, durchs Kangaroo Valley (keine Kängurus in der Nacht, nur eine kleine Feldmaus und ein paar Kaninchen), auf der anderen Seite wieder die Berge rauf und in einer äußerst kurvenreichen Straße wieder runter bis wir schließlich in Manyana angekommen sind. Dort angekommen habe ich erstmal den Himmel bestaunt. Hunderttausende von Sternen und die Milchstraße deutlich über meinem Kopf zu sehen!
Am nächsten Tag bin ich nach dem Frühstück erstmal gut zwei Stunden mit meinen Gastgeschwistern über den Strand und die Felsen gelaufen und wir haben hunderte von Fotos gemacht, tote Krabben und lebende Seesterne gestreichelt. Die Strände dort sind echt wunderschön! Das Wasser ist total klar und reflektiert den unglaublich blauen Himmel, einfach traumhaft schön! Es war auch nochmal richtig sonnig und warm. Wenn ich nicht noch die Erkältung gehabt hätte, wäre ich glatt schwimmen gegangen!
Nachmittags sind wir dann alle zusammen mit dem Auto los zu einer Art See, aber mit Meerwasser, halt durch eine Sandbank vom Meer getrennt und dadurch ziemlich wellenlos, aber mit feinem, teilweise weißem Sand und wieder dieses umwerfend klare, blaue Wasser. Und erst die Kulisse: Der Strand geht direkt in Eukalyptuswald über und im Hintergrund sieht man die Berge. Nachdem wir Matt dort ins Wasser geworfen hatten und er genug geschwommen ist, sind wir dann weiter zu einem anderen Strand.
Dort haben wir dann tatsächlich im flachen Wasser in Strandnähe ein paar Stachelrochen gesehen. Die Tierchen hatte ich mir ja schon im Melbourne Aquarium anschauen können, aber sie dann doch mal “wild” im Meer zu sehen, ist dann doch noch was anderes!
Ein Stückchen weiter den Strand rauf schwammen ein paar Pelikane im Meer und kamen später auch noch an den Strand gewatschelt. Hatte nicht gedacht, dass Pelikane so riesig sind!
Leider gab es keine Delphine zu sehen (und auch keine Haie), aber genügend Felsen zum rumkraxeln und einige Plaketten, die an Menschen erinnern sollten, die beim Fischen auf dem Meer umgekommen sind.
Nachdem wir dort einige Zeit verbracht hatten, sind wir wieder ins Auto gehüpft und auf der Suche nach Kängurus durch die Gegend gefahren. Wir sind auch tatsächlich fündig geworden. Hinter einer Kurve bogen wir in eine Strasse ein, die an einigen Ferienhäuschen vorbeiführt, die dicht am Waldrand gebaut sind und da standen doch tatsächlich ein paar Kängurus am Strassenrand rum! Hopsten bei den Leuten durch die Vorgärten und fraßen das Gras! Langsam sind wir die Strasse hoch gefahren und kamen sogar ziemlich dicht an die Tierchen ran. Die guckten uns erstmal neugierig an und entschlossen sich dann nach ein paar Minuten doch dazu davonzuhüpfen. Das waren meine ersten wildlebenden Kängurus und wo sehe ich sie? Auf der Straße und in den Vorgärten! Unglaublich! Wer hatte noch gleich behauptet, die Viecher hüpfen hier nicht durch die Straßen?
Abends haben wir dann noch ein Feuer im Garten gemacht und ich habe anscheinend erste Bekanntschaft mit australischen Mücken gemacht… Tja und dann war auch schon Sonntag. Nach einem weiteren Spaziergang mussten wir uns schon wieder auf den Rückweg machen. Diesmal aber nicht über die Berge, sondern an der Küste entlang auf dem Tourist Drive. Vorbei am Seven Mile Beach (auch umwerfend schön!) und anderen Stränden, durch den “Busch”, Milchfarmen usw. immer mit Strand oder Bergen und teilweise sogar beidem im Blick. Nebenbei gab es auch noch Roadkill (totgefahrene Tiere) am Strassenrand zu sehen und ich konnte mich davon überzeugen, dass auch die Wombat-Schilder nicht zum Spass aufgestellt wurden (armes Tierchen).
Tja und nun bin ich wieder in Rooty Hill und frage mich ernsthaft, warum meine Gastfamilie nicht dauerhaft dort unten lebt. Gut, mein Weg zur Arbeit wäre länger als er ohnehin schon ist, aber das wäre es definitiv wert
Übrigens habe ich heute das erste Mal seit ich in Melbourne war wieder Regen gesehen und das auch nur ganz kurz in den Bergen. Während ihr da unten in Deutschland euren Sommeranfang feiern könnt, wird es hier ja immer noch Winter. aber solange die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen, kann ich damit noch ganz gut leben













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