Gestern habe ich mich mit zwei jungen Mädels aus Deutschland in Sydney getroffen. Beide sind zum Weltjugendtag hergekommen, die eine als Volunteer und die andere als Pilgrim. Wir haben dann gleich mal unsere Infos ausgetauscht, was recht schnell ging, da beide nicht wussten, wo sie in der nächsten Woche untergebracht sein werden und Laura auch nur so viel wusste wie ich übers volunteering, was ja nicht wirklich viel ist. Also sind wir losgezogen um uns die Infos selber zu beschaffen. Zunächst waren wir im Hyde Park in einem Zelt mit dem Riesenschild „registration and information“. Hörte sich ja gut an. Leider war das nur für „normale“ Menschen, die nicht registriert sind und gerne an einem der Events teilnehmen wollen. Die nette lady dort hat uns aber gesagt, wo das workforce team seine Büroy hat und dass wir danach wieder zurück kommen könnten, dann schaut sie, ob sie herausfinden kann, wo unser Pilgrim untergebracht ist.
Wir also los zum workforce team, war ja nicht weit weg, nur eine Strasse weiter. Dort angekommen erklärt uns dann eine junge Frau, dass sie uns eigentlich nicht weiterhelfen kann und wir gar nicht hierher geschickt werden sollen. Sie tut aber was sie kann. War ganz schön am rotieren, die Gute. Während wir da also im Flur rumstehen und warten, kommt noch eine Frau mit Mann und Kind an, auch auf der Suche nach denselben Infos. Haben uns kurz unterhalten und sie meinte, sie kommt auch aus Rooty Hill, was für ein Zufall! Nach einiger Zeit und einigen weiteren Fragen, bekommen wir einen Zettel in die Hand gedrückt auf dem steht, dass unsere Arbeit am Montag oder Dienstag anfängt, wir unsere Uniformen vor unserer ersten Schicht abholen müssen und dass wir unsere Arbeitszeiten bis Sonntag abend gemailt bekommen. Jetzt das wirklich interessante: Wenn man die Mail bekommt, dass man seinen Pass und seine Uniform abholen kann, dann steht drin, dass man 48 Stunden warten soll, weil die Zeit brauchen, den Pass zu drucken. Es war Samstag!
Das Zweite, was uns mit auf den Weg gegeben wurde war die Adresse des Uniform and Accreditation Centers und der Hinweis, dass wir da gerne schon hingehen könnten, aber damit rechnen müssen, dass es sehr voll sein wird, wir lange warten müssen und unter Umständen unsere Sachen nicht abholen können. Sehr schöne Aussichten. Immerhin hatten wir rausfinden können, wo Laura ab Montag untergebracht wird.
Also sind wir wieder zurück zum Zelt um die anderen Unterbringungsdetails rauszufinden. Das hat auch etwas länger gedauert, aber hier wurden wir superlieb behandelt und man war sehr bemüht um uns. Ich durfte sogar nochmal kurz meine Emails checken um zu schauen, ob die Email mit den Abhol-Infos nicht doch inzwischen schon angekommen ist. War nichts da.
Trotzdem haben wir uns dann auf gut Glück auf den Weg nach Chippendale gemacht. Dort vor der Tür trafen wir direkt mal auf einen deutschen Volunteer, der uns sagte, wo wir hinmüssen. Es war auch überhaupt nicht voll und wir sind sofort drangekommen. Unsere IDs wurden gecheckt und wir erfuhren, dass ich meinen Pass und Uniform direkt abholen könnte, aber Laura leider nicht, weil ihr background check wohl noch nicht zurückgekommen war. Ich bekam einen Abholschein und musste dann in den nächsten Raum, in dem ich nach kurzer Wartezeit meinen Pass ausgehändigt bekam. In einem weiteren Raum konnte ich dann eine Uniform anprobieren um zu sehen, welche Größe passt und bekam danach auch gleich eine große blaue Stofftasche mit WYD08 Aufdruck ausgehändigt.
Der Inhalt dieser Tasche:

- zwei Volunteer-Shirts mit langen Armen
- eine leicht gefütterte Volunteer-Regenjacke
- eine Volunteer-Kappe
- eine „waist-bag“
- der Pilgerrucksack mit Inhalt:
- ein WYD Halstuch
- eine mechanische Taschenlampe
- ein Regenponcho aus Plastik
- eine Rettungsdecke (oder sowas ähnliches, damit man nachts aufm Randwick Course nicht erfriert)
- ein Youth Festival Guide mit Karte
- ein Souvenirkoala (Gott weiß, warum)
- ein Buch mit Panoramafotos von Oz und geistlichen Sprüchen dabei
- ein Buch zur Katechese
- ein Tattoo mit dem WYD08 Logo drauf
- ein weiteres Buch „the Gospel according to Luke and the Acts of the Apostles“
- eine MacDonalds VIP Karte (soviel zum gesunden Essen)
Vor der Tür trafen wir dann wieder auf den deutschen Volunteer und nach und nach tauchten noch 3 weitere deutsche Volunteers auf, mit denen wir uns dann erstmal eine Runde unterhalten haben. Kommt raus, dass wir noch recht gut dran sind, die anderen haben nämlich anscheinend keine weiteren Emails mehr erhalten und wussten noch nicht mal, als was sie eingesetzt werden! Aber immerhin hatten sie ihre Uniformen, Pässe und auf Umwegen auch ihre Unterkunft gefunden.
Heute morgen ist dann übrigens auch die Email angekommen, in der steht, dass mein Pass fertig ist und ich meine Sachen abholen kann
zeitglich kam dann auch die langersehnte Mail mit meinen Arbeitszeiten und em link zum Trainingsvideo an. Ich arbeite von Dienstag bis Freitag jeweils von 16.30 bis 23.30 in Barangaroo und hab am Samstag abend die Nachtschicht von 21.30 bis 6.00 am Randwick Racecourse zugeteilt bekommen. So brauch ich mir also auch keine Gedanken mehr darüber machen, wie ich ohne Schlafsack an dem sleep-over teilnehmen kann
. Wird wohl eher ein Abenteur den workforce check in zu finden, der ist nämlich auf keiner Karte eingezeichnet…
Und zum Schluss noch für alle, die es nocht nicht gesehen haben, oder eher für die, die nicht in Meerbusch wohnen: ich bin in der Zeitung!

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