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Receive the power to be a light unto the world

Eine wundervolle Woche liegt hinter mir. Habe eine Menge Leute kennengelernt, viel Spass gehabt und ein Date mit dem Papst gehabt ;) Nebenbei war ich auch mal wieder in der Zeitung

Was soll ich sagen, 225.000 Pilger, alles junge Menschen, alle tanzen, singen, lachen und umarmen einander, Leuchtstäbe und Megaphone, wenn man da den „heiligen Geist“ nicht spürt, dann weiß ich auch nicht ;)

Ich lasse vorerst mal nur die Bilder sprechen und den Rest dann persönlich erzählen, wenn ich denn irgendwann mal wieder in Deutschland ankommen sollte. Nur soviel: 2011 in Spanien bin ich dabei!

Hab nämlich grade eine Menge zu tun, schließlich bricht Montag meine letzte Praktikumswoche an. Dann habe ich auch eine Woche lang meine eigene Praktikantin (wenn das mal keine Beförderung ist;)), weil ich die Neue dann einarbeiten soll. Voll traurig! Also dass mein Praktikum vorbei ist, nicht dass ich meine eigene Praktikantin kriege ;) Mittwoch werden wir dann auch zum Mittagessen ausgeführt, als Goodbye für mich und als Willkommen für die Neue.

World Youth Day is in the City!

Gestern standen wir noch vor der großen Anzeigentafel vor der St. Marys Cathedral und wurden doch ein wenig aufgeregt angesichts des „WYD – 1 day to go“. Unsere Jagd nach Informationen ging indes fröhlich weiter. Irgendwie kam ich mir dann doch wie bei einer Schnitzeljagd vor. schon bei meiner Ankunft am Hauptbahnhof dachte ich, ich habe noch Zeit bis zum Treffen mit den Mädels, da könnte ich ja auch einfach mal von hier aus den Schildern zu Barangaroo folgen. Die hörten aber mal lustig mitten im Getümmel am Darling Harbour auf. Bis hierher waren es schon ohne Menschenmassen satte 20 bis 30 Minuten Fußweg.

Das witzige an Barangaroo ist auch, dass das eine relativ neue bzw. nicht gerade gängige Bezeichnung für diesen Ort am Hafen ist. Fragt man also einen Sydneysider, der nichts mit dem WYD zu tun hat, dann erntet man nur verwirrte Blicke. Als wir vor ein aar Monaten die Fähre zum Taronga Zoo bestiegen hatten, fuhr diese auch an Barangaroo vorbei. Damals standen dort noch einige unansehnliche Ruinen rum und ne Menge Schrott. Auf der Fähre hörte ich auch zum ersten Mal, dass dort der Papst mit dem Boot bei seiner boat-a-cade ankommen wird. Sah nach einer Menge Arbeit aus bis dahin.

Da ich aber nicht mehr soviel Zeit hatte, habe ich meine erste Schnitzeljagd abgebrochen und bin in den Hyde Park, wo ich Laura und Yvonne getroffen habe. Nach einem Abstecher ins Merchandise Zelt, haben wir uns mal im Park nach Volunteers umgesehen und auch zahlreiche gefunden. Wir haben uns dann dafür entschieden einen etwas älteren Herren anzusprechen. Der sah irgendwie so aus, als hätte er mehr Informationen. Wir hatten auch eine sehr nette Unterhaltung. Er reist jeden Tag aus Newcastle an, was jetzt nicht unbedingt um die Ecke liegt, und wusste tatsächlich ein wenig mehr. Zumindest konnte er uns sagen, dass das „venue information pack“ nicht mehr existiert, da anscheinend schon alle Exemplare weg sind. Außerdem kannte er sich bestens im „reward system“ aus. Nach der ersten Schicht bekommt man eine Wasserflasche, nach der zweiten einen Anstecker, nach der dritten einen Schlüsselanhänger und nach der vierten die Einladung zum Papst. Da fragt man sich doch, warum ich fünf Schichten habe und Laura nur drei…

Da es heute ja noch relativ leer war in der Stadt, dachten wir Mädels uns, wir laufen schonmal zu Barangaroo und suchen den workforce entry. Barangaroo haben wir gefunden, das war ja nicht wirklich schwer, aber von der Seite her gab es gestern noch keinen Weg direkt drumrum zu laufen, wir mussten erst um ein großes Gebäude herumlaufen, das zur Zeit noch als Baustelle direkt an das Eventgelände grenzt (Konzerte mit Presslufthammer im Hintergrund?). Auf der anderen Seite angekommen haben wir dann auch den Eingang gefunden und trafen noch eine Frau aus Perth, die ebenfalls ihren Volunteer-Pass umhängen hatte. Wir sie also mal angesprochen. Sie hat uns erzählt, dass sie Teamleader ist, aber auch nicht mehr Infos hat als wir (und sie soll die Leute einweisen und erklären, was sie tun müssen!). Aber wenigstens hatte sie ein venue information pack, bestehen aus mehreren kopierten und zusammengetackerten, teils sehr verschwommenen Umgebungskarten der Eventgelände. Der workforce entry war da zwar eingezeichnet, aber hatte eine andere Nummer als der, vor dem wir standen… Jedenfalls erzählte sie uns noch, dass ihr 11-jähriger Sohn auch hier irgendwo in Sydney ist, da er zusammen mit seinem Chor hergekommen ist und unter anderem bei der Ankunft des Papstes in Barangaroo mit ihm auf der Bühne stehen und singen wird. Gesehen hat sie ihn allerdings seit drei Tagen nicht, da sie getrennt herkommen mussten.

In den Abendnachrichten kam dann auch ein kurzer Beitrag über den Papst, der Sonntag bereits in Sydney angekommen ist. Total witzig! Kommentar: Der Papst macht dieses und jenes, trifft diesen und jenen und – Achtung! – „goes bushwalking“ – dazu wird gezeigt, wie der Papst durch einen Park flaniert, im Vordergrund ein Ententeich und im Hintergrund ein paar Bäume und ein Tennisplatz! Wenn das Bushwalking ist, dann ist ein Gang über den Tennisplatz vermutlich schon ein Ausflug ins Outback…

Heute beginnt also meine erste Schicht. Zunächst werde ich Laura in der Stadt treffen und zusammen mit ihr das Vorgeplänkel (Prelude… denkt da auch noch wer an eine Retortenband?) zur Eröffnungsmesse anschauen. Direkt danach muss ich mich dann aus der Menge rausschlagen und zum workforce entry finden, da meine erste Schicht genau dann anfängt, wenn auch die Eröffnungsmesse beginnt und auch noch das Eröffnungskonzert mit Guy Sebastien (kennt den wer?) und ner Menge anderer Leute abdeckt. Werd dann wohl erst gegen 2 Uhr morgens wieder zu Hause aufschlagen. Und so geht das dann noch bis Ende der Woche, abgesehen vom Samstag, wo ich gar nicht zurück komme, wegen der Nachtschicht und dann wollte ich noch bis nach der Abschlussmesse bleiben…

Das wird auf jeden Fall mal eine sehr interessante, spannende und tolle Woche! Immerhin spielt auch das Wetter mit! Hatten gestern angeblich 20 Grad, was aber gefühlt viel wärmer war! Schönstes T-shirt Wetter, jede Menge Sonne und strahlend blauer Himmel! Zumindest tagsüber. Und so soll es auch den Rest der Woche bleiben. Wenn da mal nicht wer nen Deal mit Petrus gemacht hat…

Post vom Papst

Gestern habe ich mich mit zwei jungen Mädels aus Deutschland in Sydney getroffen. Beide sind zum Weltjugendtag hergekommen, die eine als Volunteer und die andere als Pilgrim. Wir haben dann gleich mal unsere Infos ausgetauscht, was recht schnell ging, da beide nicht wussten, wo sie in der nächsten Woche untergebracht sein werden und Laura auch nur so viel wusste wie ich übers volunteering, was ja nicht wirklich viel ist. Also sind wir losgezogen um uns die Infos selber zu beschaffen. Zunächst waren wir im Hyde Park in einem Zelt mit dem Riesenschild „registration and information“. Hörte sich ja gut an. Leider war das nur für „normale“ Menschen, die nicht registriert sind und gerne an einem der Events teilnehmen wollen. Die nette lady dort hat uns aber gesagt, wo das workforce team seine Büroy hat und dass wir danach wieder zurück kommen könnten, dann schaut sie, ob sie herausfinden kann, wo unser Pilgrim untergebracht ist.

Wir also los zum workforce team, war ja nicht weit weg, nur eine Strasse weiter. Dort angekommen erklärt uns dann eine junge Frau, dass sie uns eigentlich nicht weiterhelfen kann und wir gar nicht hierher geschickt werden sollen. Sie tut aber was sie kann. War ganz schön am rotieren, die Gute. Während wir da also im Flur rumstehen und warten, kommt noch eine Frau mit Mann und Kind an, auch auf der Suche nach denselben Infos. Haben uns kurz unterhalten und sie meinte, sie kommt auch aus Rooty Hill, was für ein Zufall! Nach einiger Zeit und einigen weiteren Fragen, bekommen wir einen Zettel in die Hand gedrückt auf dem steht, dass unsere Arbeit am Montag oder Dienstag anfängt, wir unsere Uniformen vor unserer ersten Schicht abholen müssen und dass wir unsere Arbeitszeiten bis Sonntag abend gemailt bekommen. Jetzt das wirklich interessante: Wenn man die Mail bekommt, dass man seinen Pass und seine Uniform abholen kann, dann steht drin, dass man 48 Stunden warten soll, weil die Zeit brauchen, den Pass zu drucken. Es war Samstag!

Das Zweite, was uns mit auf den Weg gegeben wurde war die Adresse des Uniform and Accreditation Centers und der Hinweis, dass wir da gerne schon hingehen könnten, aber damit rechnen müssen, dass es sehr voll sein wird, wir lange warten müssen und unter Umständen unsere Sachen nicht abholen können. Sehr schöne Aussichten. Immerhin hatten wir rausfinden können, wo Laura ab Montag untergebracht wird.

Also sind wir wieder zurück zum Zelt um die anderen Unterbringungsdetails rauszufinden. Das hat auch etwas länger gedauert, aber hier wurden wir superlieb behandelt und man war sehr bemüht um uns. Ich durfte sogar nochmal kurz meine Emails checken um zu schauen, ob die Email mit den Abhol-Infos nicht doch inzwischen schon angekommen ist. War nichts da.

Trotzdem haben wir uns dann auf gut Glück auf den Weg nach Chippendale gemacht. Dort vor der Tür trafen wir direkt mal auf einen deutschen Volunteer, der uns sagte, wo wir hinmüssen. Es war auch überhaupt nicht voll und wir sind sofort drangekommen. Unsere IDs wurden gecheckt und wir erfuhren, dass ich meinen Pass und Uniform direkt abholen könnte, aber Laura leider nicht, weil ihr background check wohl noch nicht zurückgekommen war. Ich bekam einen Abholschein und musste dann in den nächsten Raum, in dem ich nach kurzer Wartezeit meinen Pass ausgehändigt bekam. In einem weiteren Raum konnte ich dann eine Uniform anprobieren um zu sehen, welche Größe passt und bekam danach auch gleich eine große blaue Stofftasche mit WYD08 Aufdruck ausgehändigt.

Der Inhalt dieser Tasche:

  • zwei Volunteer-Shirts mit langen Armen
  • eine leicht gefütterte Volunteer-Regenjacke
  • eine Volunteer-Kappe
  • eine „waist-bag“
  • der Pilgerrucksack mit Inhalt:
  • ein WYD Halstuch
  • eine mechanische Taschenlampe
  • ein Regenponcho aus Plastik
  • eine Rettungsdecke (oder sowas ähnliches, damit man nachts aufm Randwick Course nicht erfriert)
  • ein Youth Festival Guide mit Karte
  • ein Souvenirkoala (Gott weiß, warum)
  • ein Buch mit Panoramafotos von Oz und geistlichen Sprüchen dabei
  • ein Buch zur Katechese
  • ein Tattoo mit dem WYD08 Logo drauf
  • ein weiteres Buch „the Gospel according to Luke and the Acts of the Apostles“
  • eine MacDonalds VIP Karte (soviel zum gesunden Essen)

Vor der Tür trafen wir dann wieder auf den deutschen Volunteer und nach und nach tauchten noch 3 weitere deutsche Volunteers auf, mit denen wir uns dann erstmal eine Runde unterhalten haben. Kommt raus, dass wir noch recht gut dran sind, die anderen haben nämlich anscheinend keine weiteren Emails mehr erhalten und wussten noch nicht mal, als was sie eingesetzt werden! Aber immerhin hatten sie ihre Uniformen, Pässe und auf Umwegen auch ihre Unterkunft gefunden.

Heute morgen ist dann übrigens auch die Email angekommen, in der steht, dass mein Pass fertig ist und ich meine Sachen abholen kann ;) zeitglich kam dann auch die langersehnte Mail mit meinen Arbeitszeiten und em link zum Trainingsvideo an. Ich arbeite von Dienstag bis Freitag jeweils von 16.30 bis 23.30 in Barangaroo und hab am Samstag abend die Nachtschicht von 21.30 bis 6.00 am Randwick Racecourse zugeteilt bekommen. So brauch ich mir also auch keine Gedanken mehr darüber machen, wie ich ohne Schlafsack an dem sleep-over teilnehmen kann ;) . Wird wohl eher ein Abenteur den workforce check in zu finden, der ist nämlich auf keiner Karte eingezeichnet…

Und zum Schluss noch für alle, die es nocht nicht gesehen haben, oder eher für die, die nicht in Meerbusch wohnen: ich bin in der Zeitung!

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Kleine Anekdoten

Jane: "We should do something before you go. Maybe go out for lunch or dinner. Or we should have drinks and go out. I haven't seen you drinking!" Ich: "You don't wanna see that, believe me ;)" Jane: "What would you like to do?" Ich: "Stay here?!" Jane: "Oh yeah! Could you arrange that?"

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